// Interview with dem KFOR soldat Herbert //

Q: Was war Dein Eindruck vom täglichen Leben der Mädchen?

Herbert: Während meiner Einsatzzeit selber, sprich im Monat April und Mai, gabs für die Mädchen überhaupt keinen Ausgang. Wir konnten nur abends hierher kommen, bis max 23 Uhr und von der inoffiziellen Seite wärs ab 23 Uhr gegangen bis morgens 5 Uhr, 5 Uhr 30.

Q: Wie kamt ihr in den Klub hinein?

Herbert: Wir sind durch die Garage gekommen, sind in Uniform und mit dem 'Wolf' vorgefahren, sind dann ganz regulär mit einem gültigen Fahrbefehl, mit einem Dienstfahrzeug rausgefahren, also, daß man überhaupt keinen Verdacht schöpfen konnte. Sind irgendwohin gefahren, haben gewartet bis 23 Uhr, sind schnellstmöglich hierher gefahren, hatten vorher angerufen, daß wir jetzt kommen. Und wenn der Besitzer grünes Licht gegeben hat, sind wir vorgefahren, er hat für uns das Tor aufgeschlossen, so daß wir in die Garage gefahren sind... Erst Barraum, ein zwei Bierchen, dann Zimmer...

Q: Werden die Mädchen die ganze Zeit weggesperrt?

Herbert: Grundsätzlich. Mir ist nicht bekannt, daß ein Mädchen, wie in Deutschland, sich frei bewegen kann. Überhaupt nicht. Teilweise ist es noch schlimmer. Soviel ich weiß, werden die Mädchen zu viert zu fünft, teilweise zu zehnt in der kleinsten Bude gehalten. Teilweise wie im Pferdestall oder Schweinestall muß man sich das vorstellen. Also einem Schäferhund in Deutschland steht rechtlich mehr Platz zu, als einem Mädchen hier. Die haben überhaupt keine Rechte...

source: Inge Bell archive (Radiovision.info)

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