|
// T h e S t r e e t W a t c h //
Sunday, February 15, 2004 Nicht alle Freier sind von der gleichen Sorte (Not all clients are alike). [deu/eng] Manche merken schlichtwegs, was um sie herum passiert (some simply realize what's going on around them). Sunday, January 25, 2004 Recommended reading Excellent and unique text on trafficking in women and forced prostitution in the context of the military, written by Donna M. Hughes, Katherine Chon and Derek Ellerman: http://www.uri.edu/artsci/wms/hughes/modern_day_comfort_women (PDF-file, 78kB) Wednesday, January 21, 2004 R E T R O S P E K T I V E CESKÁ A SLOVENSKÁ PSYCHIATRIE - NR. 1, 2002 Ethische Aspekte psychiatrisch-psychologischer Praxis in der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern A. Imrisková + R. Mathé Psychiatrisches Krankenhaus Vel'ké Záluzie, Katheder der psychologischen FF UK, Bratislava Kasuistik II. Die zweite Kasuistik zeigt ein grundlegend unterschiedliches, aber genauso ernsthaftes Problem, das mit dem Paragraph 218 des Strafgesetzes über Bedrohung der sittlichen Erziehung der Jugend und dem Paragraph 242 und 243 des Strafgesetzes zum sexuellen Mißbrauch zu tun hat. In die psychiatrische Ambulanz traf eine ganze Ansammlung aufgeregter Roma Mitbürger ein, die wie es sich herausstellte, alle einen minderjährigen Jungen begleiteten. Nachdem es gelang den Jungen von den Eltern zu trennen und mit ihnen vereinbart wurde, daß sie selbst dem Psychologen den Anlaß ihres Auftretens mitteilen dürfen, erfuhren wir von ihnen folgendes: Dem Jungen, der zum Zeitpunkt des Eintreffens noch keine 14 Jahre alt war, hatte man nach Zigeunermanier bereits die dritte Frau gekauft, wobei er, zur Schande und zum Unglück der ganzen Familie, es nicht schaffte, mit wenigstens einer von ihnen "rumzusexen". Sie erklärten, daß sie doch im selben Bett schlafen, ständig im selben Raum sind und trotzdem der Junge nur höchstens "mit den Fingern mit ihr spiele und nicht mehr". Erst unter Druck wandten sie sich nun an eine Hilfe, da sie zukünftigen Schwiegereltern ungeduldig seien - und so kämen sie um weitere mehrere zehntausende Kronen… Sie vertrauten sich, daß sie sich bereits an verschiedene Ärzte wandten, unter anderem an einen Professor in Bratislava, der sie an einen Psychologen resp. Psychotherapeut verwies, der anschließend nach einer Untersuchung des Jungen keine organischen Gründe für Disfunktionen fand und sie somit für psychogenisch bedingt hielt. Der minderjährige Klient äußerte sich zu diesem Thema karg und unwillig, wiederholend, daß er "es" nicht kann. Morgentliche Erektionen ließ er zu, Erfahrungen mit Masturbation bestritt er mit verächtlicher Ablehnung. Der Minderjährige war Schülter der VII. Klasse einer Hauptschule. Er lernte schlecht und war dabei durchzufallen. Während der besagten Untersuchung ging er nicht zur Schule, da ihn die Eltern wegen seiner Unfähigkeit des Beischlafs für krank hielten. Ganze Tage verbrachte er daheim beim Fernsehen und bei dem Versuch, erfolgreichen Geschlechtsverkehr mit seiner Zukünftigen zu haben, mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Minderjährige… Die psychodiagnostische Untersuchung bestätigte bei ihm eine leichte geistige Zurückgebliebenheit und psychosexuelle Unreife bedingt durch die noch simplexe infantile Persönlichkeit. Auch in diesem Fall zeigten sich die Zweifel des Fachmanns, der hier zur Hilfe hinzugerufen wurde und zu dem der Junge bereits vom Arzt damals geschickt worden war, um eine weitere Intervention zur Beseitigung seiner erektilen Disfunktion einzuleiten: - Den Minderjährigen zu behandeln, oder den Fall Organen die mit Strafverfolgung zu tun haben zu melden? - Den Minderjährigen zu behandeln, im Interesse des Erreichens eines Status als geschlechtlich aktiver Roma zur Freude seiner nächsten Umgebung und zum Erhalt ihrer Traditionen oder ihres Sexfolklores? - Dem Minderjährigen zur Befruchtung seiner zukünftigen Gefährtin zu verhelfen und damit der Zeugung eines möglicherweise mental retardierten Individuums Vorschub zu leisten? (Ungeschützter Verkehr ist bei den Roma selbstverständlichkeit.) - Ihn zum behandelnden Arzt zurückschicken, mit dem Verweis auf die ungesetzliche Vorgehensweise? Mit dieser Kasuistik wollten wir aufzeigen, auf die oft unlösbaren moralischen, ethischen, medizinischen und rechtlichen Probleme, wie auch auf die Situation des Arztes, dessen höchste Entscheidungsinstanz nach wie vor das Gewissen ist und für den es problematisch ist, zu beschützen, wo der Therapeut nicht mit der nötigen Vollmacht oder Mitteln disponieren kann. Der Beweis für das Angeführte ist der letztendliche Ausgang unserer beiden Fälle - (…) die Familie wurde nicht strafverfolgt, da wir diese Vorgehensweise auf Grund der sozialkulturellen Spezifikation nicht gemeldet haben (…) Schlußfolgerung Die angeführte Problematik halten wir für spezifisch für unsere medizinische Disziplin und akzentieren die Erschwernis, die sie für Arzt oder Psychologen darstellen, wie wir auch auf die Notwendigkeit verweisen, bei ähnlichen Fällen eine interdisziplinäre Kommunikation zu betreiben. (Gekürzte Übersetzung aus dem Slovakischen) MF DNES – 4. JUNI 2002 R E T R O S P E K T I V E Die Zuhälterin muß nicht hinter Gittern Pilsen - Drei Jahre auf Bewährung gab gestern abend das Bezirksgericht in Pilsen Anna Holubová aus Chodov bei Sokolov für Zuhälterei. Die dreiundvierzigjährige Frau zwang seit Juni 1999 mehr als ein Jahr lang die damals noch dreizehnjährige Schülerin Nikol, die ihr das Gericht in Pflege gab. Die Mutter des Kindes landete nämlich in einem französischen Gefängnis – wegen Prostitution. Holubová beutete auf die selbe Art die zwanzigjährige Jeanette, die ihr auch ihren Erlös abgeben mußte. Holubová drohten zwar zwölf Jahre Gefängnis, aber am Ende wird sie nicht ins Gefängnis gehen müssen, solange sie für die Dauer von drei Jahren anständig bleibt. Warum das Gericht zu einer so milden Strafe griff? "Wir nahmen die Tatsache in Betracht, daß die Täterin nicht vorbestraft ist. Sie war Witwe, außerdem schwanger. Das Kind verlor sie zwar nun und ist ernsthaft krank. Im Gegensatz dazu führte Nikol seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ein aktives Geschlechtsleben, bewegte sich im Milieu der Zuhälter und behielt einen Tel des Geldes zum Erwerb von Drogen," begründete das Verdikt der Senatsvorsitzende Zdenek Minarík. Die Staatsanwältin, die zum Beginn des Prozesses Holubová beschuldigte, die Not und Abhängigkeit des Kindes ausgenutzt zu haben, erbat sich Bedenkzeit. Nun entscheidet sich, ob sie sich an das Oberste Gericht beruft. Saturday, January 10, 2004 Neue Gesetze bringen neue Spielregeln - aus der AZ: ![]() |
Archive: January / February 2003 March - September 2003 October - December 2003 January - December 2004 January - December 2005 latest entries This FORUM is an opportunity to post stories, messages and news from the anti-trafficking front. We place here latest testimonies, before we add them to the archive. We also hope that single witnesses or NGOs from around the whole world will send us material that will help to make the world wide character of trafficking in women visible and imaginable for every reader. The Street Watch is not language oriented. You can post here in every language. The dominating languages are english and german at the moment. Sex Workers: For women who have chosen sex work as a way to earn a living and who do not regard themselves as FORCED to it, the existence of trafficking in women and forced prostitution is an unwelcome problem. The destruction of the price level, the growing violence and the marginalization and illegalization of the "scene" are the result. Sex workers have the opportunity to report those things anonymously. NGOs: For people working on the anti-trafficking front this page is both a source and opportunity. You can find current news (press, people's testimonies) but you can also make your own material public here. Johns/customers: Many customers of prostitutes believe that women must not be forced and seek only those who have chosen sex work as a way to earn a living. Johns can see a lot, they get inside of clubs where many NGOs never get. So their attention, support and knowledge is important. Those of you, who like to help: just write an mail from any of your "blank" mail accounts (yahoo, hotmail, GMX.de, etc.). Interested readers: If you are just an interested reader who wants to contribute - feel free to write. If you have found interesting news, articles and websites on the web, just write a mail. We'll be grateful. |
|