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//   T h e   S t r e e t   W a t c h   //


Sunday, February 15, 2004  
Nicht alle Freier sind von der gleichen Sorte (Not all clients are alike). [deu/eng]

Manche merken schlichtwegs, was um sie herum passiert (some simply realize what's going on around them).


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Anonymous An: witness@ex-oriente-lux.org
Gesendet: Freitag, 30. Januar 2004 21:29

Hallo alle zusammen,

ich war schon bei einigen Prostituierten, aber gestern habe ich etwas erlebt, das mich nachdenklich gestimmt hat und mir seit dem im Kopf herum spukt.

Ich war in Dubi bei einer Prostituierten und sie war total durchgefroren und hat alles nur über sich ergehen lassen. Sie konnte nur sehr wenig deutsch und hat mir dann ein paar ihrer Träume versucht zu erzählen und dass sie gern einmal wieder eine Party besuchen würde. Diese ganzen Sachen trieben mich zu dem Schluss, dass sie da nicht freiwillig sein kann und das bei all unserer Zivilisation, die Verachtung und die Ausbeutung der Menschen untereinander immer schlimmer wird. Ich würde diesen Mädchen so gern helfen, aber die Luden finden das sicher weniger komisch. Ich hoffe bei weiterem stöbern auf eurer Seite mehr Informationen zu finden. Es ist wundervoll das es Menschen wie euch gibt, die anderen helfen und sich für sie einsetzen.

* * *

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Anonymous
An: witness@ex-oriente-lux.org
Gesendet: Freitag, 30. Januar 2004 21:29

Hi all together,

I already visited some prostitutes, but yesterday I experienced something, that made me think and hounted me since then.

I was in Dubi with a prostitute and she was totaly frozen through and let just everything happen with her. She spoke only very few German and tried to explain me some of her dreams and that she would like to go to a party again. All this made me realize that she was not voluntarily there and that all this civilisation, the contempt and exploitation of people is getting worse. Ich would very much like to help such girl, but I guess the pimps wouldn't find this funny. I hope to find more informations on your website. It's great that there are people like you, helping others and stand them by.








Sunday, January 25, 2004  
Recommended reading

Excellent and unique text on trafficking in women and forced prostitution in the context of the military, written by Donna M. Hughes, Katherine Chon and Derek Ellerman:

http://www.uri.edu/artsci/wms/hughes/modern_day_comfort_women (PDF-file, 78kB)






Wednesday, January 21, 2004  
R E T R O S P E K T I V E
CESKÁ A SLOVENSKÁ PSYCHIATRIE - NR. 1, 2002
Ethische Aspekte psychiatrisch-psychologischer Praxis in der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern

A. Imrisková + R. Mathé
Psychiatrisches Krankenhaus Vel'ké Záluzie,
Katheder der psychologischen FF UK, Bratislava

Kasuistik II.
Die zweite Kasuistik zeigt ein grundlegend unterschiedliches, aber genauso ernsthaftes Problem, das mit dem Paragraph 218 des Strafgesetzes über Bedrohung der sittlichen Erziehung der Jugend und dem Paragraph 242 und 243 des Strafgesetzes zum sexuellen Mißbrauch zu tun hat.

In die psychiatrische Ambulanz traf eine ganze Ansammlung aufgeregter Roma Mitbürger ein, die wie es sich herausstellte, alle einen minderjährigen Jungen begleiteten. Nachdem es gelang den Jungen von den Eltern zu trennen und mit ihnen vereinbart wurde, daß sie selbst dem Psychologen den Anlaß ihres Auftretens mitteilen dürfen, erfuhren wir von ihnen folgendes:

Dem Jungen, der zum Zeitpunkt des Eintreffens noch keine 14 Jahre alt war, hatte man nach Zigeunermanier bereits die dritte Frau gekauft, wobei er, zur Schande und zum Unglück der ganzen Familie, es nicht schaffte, mit wenigstens einer von ihnen "rumzusexen". Sie erklärten, daß sie doch im selben Bett schlafen, ständig im selben Raum sind und trotzdem der Junge nur höchstens "mit den Fingern mit ihr spiele und nicht mehr". Erst unter Druck wandten sie sich nun an eine Hilfe, da sie zukünftigen Schwiegereltern ungeduldig seien - und so kämen sie um weitere mehrere zehntausende Kronen…

Sie vertrauten sich, daß sie sich bereits an verschiedene Ärzte wandten, unter anderem an einen Professor in Bratislava, der sie an einen Psychologen resp. Psychotherapeut verwies, der anschließend nach einer Untersuchung des Jungen keine organischen Gründe für Disfunktionen fand und sie somit für psychogenisch bedingt hielt.

Der minderjährige Klient äußerte sich zu diesem Thema karg und unwillig, wiederholend, daß er "es" nicht kann. Morgentliche Erektionen ließ er zu, Erfahrungen mit Masturbation bestritt er mit verächtlicher Ablehnung. Der Minderjährige war Schülter der VII. Klasse einer Hauptschule. Er lernte schlecht und war dabei durchzufallen. Während der besagten Untersuchung ging er nicht zur Schule, da ihn die Eltern wegen seiner Unfähigkeit des Beischlafs für krank hielten. Ganze Tage verbrachte er daheim beim Fernsehen und bei dem Versuch, erfolgreichen Geschlechtsverkehr mit seiner Zukünftigen zu haben, mit großer Wahrscheinlichkeit auch eine Minderjährige…

Die psychodiagnostische Untersuchung bestätigte bei ihm eine leichte geistige Zurückgebliebenheit und psychosexuelle Unreife bedingt durch die noch simplexe infantile Persönlichkeit.

Auch in diesem Fall zeigten sich die Zweifel des Fachmanns, der hier zur Hilfe hinzugerufen wurde und zu dem der Junge bereits vom Arzt damals geschickt worden war, um eine weitere Intervention zur Beseitigung seiner erektilen Disfunktion einzuleiten:

- Den Minderjährigen zu behandeln, oder den Fall Organen die mit Strafverfolgung zu tun haben zu melden?
- Den Minderjährigen zu behandeln, im Interesse des Erreichens eines Status als geschlechtlich aktiver Roma zur Freude seiner nächsten Umgebung und zum Erhalt ihrer Traditionen oder ihres Sexfolklores?
- Dem Minderjährigen zur Befruchtung seiner zukünftigen Gefährtin zu verhelfen und damit der Zeugung eines möglicherweise mental retardierten Individuums Vorschub zu leisten? (Ungeschützter Verkehr ist bei den Roma selbstverständlichkeit.)
- Ihn zum behandelnden Arzt zurückschicken, mit dem Verweis auf die ungesetzliche Vorgehensweise?

Mit dieser Kasuistik wollten wir aufzeigen, auf die oft unlösbaren moralischen, ethischen, medizinischen und rechtlichen Probleme, wie auch auf die Situation des Arztes, dessen höchste Entscheidungsinstanz nach wie vor das Gewissen ist und für den es problematisch ist, zu beschützen, wo der Therapeut nicht mit der nötigen Vollmacht oder Mitteln disponieren kann.

Der Beweis für das Angeführte ist der letztendliche Ausgang unserer beiden Fälle - (…) die Familie wurde nicht strafverfolgt, da wir diese Vorgehensweise auf Grund der sozialkulturellen Spezifikation nicht gemeldet haben (…)

Schlußfolgerung
Die angeführte Problematik halten wir für spezifisch für unsere medizinische Disziplin und akzentieren die Erschwernis, die sie für Arzt oder Psychologen darstellen, wie wir auch auf die Notwendigkeit verweisen, bei ähnlichen Fällen eine interdisziplinäre Kommunikation zu betreiben.

(Gekürzte Übersetzung aus dem Slovakischen)





 
MF DNES – 4. JUNI 2002
R E T R O S P E K T I V E
Die Zuhälterin muß nicht hinter Gittern


Pilsen - Drei Jahre auf Bewährung gab gestern abend das Bezirksgericht in Pilsen Anna Holubová aus Chodov bei Sokolov für Zuhälterei. Die dreiundvierzigjährige Frau zwang seit Juni 1999 mehr als ein Jahr lang die damals noch dreizehnjährige Schülerin Nikol, die ihr das Gericht in Pflege gab. Die Mutter des Kindes landete nämlich in einem französischen Gefängnis – wegen Prostitution. Holubová beutete auf die selbe Art die zwanzigjährige Jeanette, die ihr auch ihren Erlös abgeben mußte. Holubová drohten zwar zwölf Jahre Gefängnis, aber am Ende wird sie nicht ins Gefängnis gehen müssen, solange sie für die Dauer von drei Jahren anständig bleibt.

Warum das Gericht zu einer so milden Strafe griff? "Wir nahmen die Tatsache in Betracht, daß die Täterin nicht vorbestraft ist. Sie war Witwe, außerdem schwanger. Das Kind verlor sie zwar nun und ist ernsthaft krank. Im Gegensatz dazu führte Nikol seit ihrem dreizehnten Lebensjahr ein aktives Geschlechtsleben, bewegte sich im Milieu der Zuhälter und behielt einen Tel des Geldes zum Erwerb von Drogen," begründete das Verdikt der Senatsvorsitzende Zdenek Minarík. Die Staatsanwältin, die zum Beginn des Prozesses Holubová beschuldigte, die Not und Abhängigkeit des Kindes ausgenutzt zu haben, erbat sich Bedenkzeit. Nun entscheidet sich, ob sie sich an das Oberste Gericht beruft.





Saturday, January 10, 2004  
Neue Gesetze bringen neue Spielregeln - aus der AZ:













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NGOs: For people working on the anti-trafficking front this page is both a source and opportunity. You can find current news (press, people's testimonies) but you can also make your own material public here.

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